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Spieldesign

Die perfekte Spielform existiert nicht. Es ist ein stetiger Prozess von Anpassung auf die aktuellen Umstände. Manchmal können spannende Spielformen eins zu eins für das eigene Training übernommen werden. Oft müssen sie aber noch angepasst werden, damit sie den eigenen Umständen entsprechen.

Spielformen können auch während der Umsetzung angepasst werden. Wenn Spielformen nicht funktionieren, liegt das (öfter als einem als Coach lieb ist) am Design. Wenn etwas (nicht) funktioniert, kann man unterschiedliche Faktoren analysieren und anpassen, um die Spielform zu verbessern:

  1. Sind die Spieler:innen technisch in der Lage, die Spielform erfolgreich umzusetzen?
  2. Sind die Spieler:innen physish in der Lage, die Spielform erfolgreich umzusetzen?
  3. Passt die Teamgrösse?
  4. Stimmt der verfügbare Raum? Ist zu viel oder zu wenig Raum vorhanden?
  5. Passt die Zielzonengrösse (z.B. Endzone)?
  6. Passen die Spielregeln?

Anpassungen:
Wenn eine Spielform für eine Seite (Offence/Defence) zu einfach oder zu schwer ist, kann man mit einfachen Mitteln das Gleichgewicht verschieben.

  • Stallcount
  • Überzahl / Unterzahl (z.B. mit Joker)
  • Limitierung durch Spielregeln
  • Ziel erschweren (Endzone verkleinern, Anzahl Pässe erhöhen...)

Tipp: In jedem Spiel gibt es "Loopholes" in den Regeln. Schlaue Spieler:innen können diese identifizieren und ausnutzen. Auf der einen Seite ist das Zeichen von Spielintelligenz und sollte honoriert werden. Auf der anderen Seite kann es den Spielcharakter und die Spielidee stark verändern und erfordert eine Regelanpassung oder Sensibilisierung.

Tipp: Jedes Spiel ist im Grunde ein Experiment. Auch die erfahrensten Coaches wissen nicht sicher, ob eine Spielform funktionieren wird bzw. zielführend sein wird. Spielregeln oder andere Elemente können während einem kurzen Unterbruch diskutiert und angepasst werden. Dabei ist diese eine Möglichkeit, um Spieler:innen in den Prozess miteinzubeziehen und mitbestimmen zu lassen.