Selbstbestimmt - Mitbestimmt - Fremdbestimmt
Auch wenn es sicherlich nicht immer möglich ist:
Training soll wenn möglich von Trainierenden mitbestimmt, aber auch mitgestaltet werden. Dies fördert nicht nur das Autonomiegefühl, sondern gleichzeitig auch das aktive Mitdenken.
Jedes Team funktioniert anders und findet seine eigenen Kompromisse. Jedes Team muss seine eigene Position zwischen Selbstbestimmt, Mitbestimmt und Fremdbestimmt finden. Fremdbestimmung hat den Vorteil, meist speditiver zu funktionieren, schmälert aber die Autonomie der Teilnehmenden und ist mehr von Einzelpersonen (denjenigen, die „fremd-“bestimmen) abhängig. Selbstbestimmung hat den Vorteil, dass alle mitgestalten können, kann dafür aber viel mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Für die Praxis:
- Möglichkeiten für Mitbestimmung erkennen und nutzen.
- Mitbestimmung muss erlernt werden, ist also ein Prozess, der Begleitung (und Geduld) braucht.
Autonomie und Verantwortung als Prävention:
Mehr Autonomie und verteilte Verantwortung kann auch als Prävention gegen Missstände und Missbrauch wirken. Wenn alle Teilnehmenden sich gewohnt sind mitzureden und Probleme anzusprechen, sind Hierarchien flacher und heikle Situationen werden eher aus- und angesprochen.
